Trialog#1: Facebook ist tot? Es lebe Facebook!

Was haben ein cooler fränkischer Jungwinzer, ein von „Die Welt“ ausgelobter Social Media Experte und spannende Unternehmer/innen aus der Region gemeinsam? Sie alle sind jetzt um zwei Erfahrungen reicher: Erstens, dass der Weinanbau und -genuss das exakte Gegenteil vom schnelllebigen Internet ist und zweitens, dass man selbst Toiletten über facebook verkaufen kann, wenn man denn einen durchtriebigen Jack Russel als Haustier sein Eigen nennen darf.

 

Mit TRIALOG#1 empfang THE FILMGROUP Unternehmer und Führungskräfte aus der Region zur Premiere eines besonderen Knowhow-Transfer-Abends. Der Titel „Facebook ist tot? Es lebe Facebook!“ sollte aufklären, warum Facebook für die jüngere Zielgruppe zunehmend uninteressanter wird und warum dieser Social Media Kanals trotzdem für alle Branchen nicht wegzudenken ist. Hendrik Unger, Kölner Social Media Experte und Berater großer Unternehmen, sieht den Grund für den Wegfall der jüngeren Zielgruppe in dem aufkommenden „Gemischtwarenladen“, zu dem sich facebook formt. Früher geprägt von Bildern und Nachrichten, bietet Facebook heute Gewinnspiele, Veranstaltungskalender, Unternehmens-Historien, Videos und eigene Apps an. Für die junge Zielgruppe ist das – so Unger – „too much“. Youtube hingegen, ebenfalls ein Social Media Kanal, ist seiner Linie, ausschließlich Videos zu präsentieren, stets treu geblieben. Nicht ohne Grund heute die zweitgrößte Suchmaschine der Welt.

Fernab vom schnelllebigen Internet erdete nach etwa 20 Minuten Vortrag der 27-jährige Jungwinzer Andi Wiegand aus dem fränkischen Iphofen die Gäste mit einem ersten Schluck Rosé und verwies auf den großen Unterschied zwischen Wein und Internet. „Wein braucht seine Zeit – und nicht die Zeit, die wir vorgeben, sondern die Zeit, die er vorgibt. Das erdet einen.“ Mit viel Leidenschaft präsentierte der Winzer sechs seiner Weine in kurzweiligem Wechselspiel mit Vortragsabschnitten von Hendrik Unger, der abschließend mit einem Facebook-Video eines großen Toilettenherstellers unter Beweis stellte, dass selbst der Fanzuwachs und die Interaktionsrate bei der Bewerbung von Toiletten großartig sein kann, wenn man es denn richtig macht. Wie das aussieht, zeigen wir Ihnen gerne persönlich.